Grosses Uhrenfunkeln an der Baselworld 2016

Auch dieses Jahr hatte ich das Privileg, zusammen mit meinen Kolleginnen, Catia Brunnenmeister und Xuesong Wu, an der Baselworld, einer der bedeutendsten Uhren- und Schmuckmessen weltweit, viele atemberaubende Meisterstücke zu bestaunen.

Was mich besonders faszinierte: Gleich beim Eintreten tauchte man ein in eine ganz andere Welt – in ein Universum, wo alles mit grösster Präzision lief, und zwar nicht nur die Zeitmesser. Die Beleuchtung, die glamouröse Deko, der Blumenduft – bis ins kleinste Detail wirkte alles wunderbar ausgeklügelt wie ein Uhrwerk, fast hypnotisch.

Und die Uhren! Mein Handgelenk kribbelte beinahe, als ich das eine oder andere kostbare Stück umlegen durfte. Auch wenn wir uns im Diction-Uhrenteam ja jeden Tag mit Texten der Horlogerie beschäftigen und nach all den Jahren ziemlich genau wissen, wie die Mechanik tickt – jedes fragile und doch so robuste Detail live zu sehen, ist etwas ganz Besonderes. Vor allem erscheint es unglaublich, dass man die Uhr, die man am Schreibtisch so genau analysiert hat, wirklich und wahrhaftig in den Händen hält. Ach, ich liebe meinen Job!

Und auch die Kundentermine machten nicht nur beruflich, sondern irgendwie auch ganz persönlich glücklich: Denn manche Hintergründe zur bewegten Geschichte eines Zeitmessers erfährt man eben am besten durch einen Eingeweihten. Jetzt verstehe ich auch, warum Liebhaber von Luxusuhren so gerne die Boutiquen besuchen.

Beim Rekapitulieren im Zug nach Hause stellte sich dann übrigens zufällig heraus, dass wir alle drei die gleiche Lieblingsuhr haben, die uns unbedingt eines Tages am Handgelenk kribbeln soll. Aber welches Modell das ist, wird natürlich nicht verraten …

 

 

Magali Jordan